Für KMU sind Wahlfreiheit und Sicherheit wichtig

In einer Studie untersuchte die Hochschule Luzern, welchen Stellenwert die berufliche Vorsorge in Schweizer Unternehmen – im spezifischen in KMU – geniesst. Dafür befragte sie rund 570 Unternehmen. Die Auswertung zeigt, dass KMU ihre Vorsorgelösung bewusst wählen und die Wahlfreiheit bezüglich Angebot und Anbieter schätzen. Zudem ist ihr Bedürfnis nach Sicherheit hoch.

Studie «Die berufliche Vorsorge aus Sicht der KMU», November 2015

 

Falsche Debatte rund um den Mindestzins

Jedes Jahr wiederholt sich das politische Seilziehen um die Höhe des Mindestzinses, mit welchem die Guthaben in der zweiten Säule im folgenden Jahr verzinst werden sollen. Für Jérôme Cosandey, Spezialist für Altersvorsorge bei Avenir Suisse, läuft die Debatte aber am eigentlichen Problem vorbei, denn der Mindestzins trägt der Inflation nicht Rechnung. Obwohl der Mindestzins 2015 nur 1,75 % beträgt, ist die reale Verzinsung der Sparguthaben deutlich grösser als bei der Einführung der beruflichen Vorsorge.

Quelle: Avenir Suisse vom 1. September 2015

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Sicherung der Finanzierung der Altersvorsorge bis 2030

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-SR) hat die Reform der Altersvorsorge 2020 angenommen. Damit können die Sozialwerke bis ins Jahr 2030 finanziell gesichert und das bisherige Rentenniveau gehalten werden. Bei den Massnahmen zur Kompensation der Senkung des Umwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge weicht die Kommission etwas von den Vorschlägen des Bundesrates ab.

 Medienmitteilung der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates sowie weiterführende Informationen, 17. August 2015

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«Höhere Mindestquote führt nur zu Verlierern»

Thomas Gerber, Leiter Leben bei Axa Winterthur, spricht in der Handelszeitung über flexible Pensionierungsmodelle, warum eine Erhöhung des Pensionierungsalter unausweichlich sei und über die Frage der Solidarität zwischen den Generationen. Eine Anhebung der Mindestquote von 90 auf 92% in der beruflichen Vorsorge lehnt er ab, weil alle dabei verlieren: Versicherte, Unternehmen und Lebensversicherer. Mit einer Erhöhung erhalte ein Versicherter zwar prozentual mehr vom Kuchen, dieser werde aber kleiner aufgrund einer zurückhaltenderen Anlagepolitik.

Quelle: Handelszeitung vom 25. Juni 2015

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Rentner werden massiv bevorzugt

Mit 3,5 Milliarden Franken subventioniere die berufstätige Bevölkerung die Rentner in der zweiten Säule, schreibt die Aargauer Zeitung. Diese systemwidrige Umverteilung verstärke sich wegen der weiterhin andauernden tiefen Zinsen. Der Reformdruck nehme zu, einzelne Kassen haben bereits den Umwandlungssatz gesenkt.

Quelle: Aargauer Zeitung vom 20. Mai 2015

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Zeit für die Reform beginnt zu drängen

Der demographische Wandel macht der AHV zu schaffen: 2014 nahm das beliebte Sozialwerk weniger ein, als es für Renten ausgab. Die Neue Luzerner Zeitung beleuchtet die Hintergründe und zeigt den Reformbedarf auf. Jérôme Cosandey, Spezialist für Altersvorsorgesysteme bei Avenir Suisse, erklärt zudem in einem Interview, wo bei der anstehenden Reform der Altersvorsorge die Hebel sinnvollerweise angesetzt werden können.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung vom 14. April 2015

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Die Reform der Altersvorsorge als Schuldenbremse

Die Reform der Altersvorsorge brauche keine Schuldenbremse, sie müsse selber eine Schuldenbremse sein, schreibt Monika Bütler, Professorin für Volkswirtschaft und geschäftsführende Direktorin des Schweizerischen Instituts für Empirische Wirtschaftsforschung (SEW) an der Universität St. Gallen (HSG). Wie alle Fahrzeuglenker wüssten: Der richtige Bremszeitpunkt sei, wenn das Hindernis auf der Strasse bemerkt werde.  Bei der Alterssicherung der Schweiz sei der richtige Zeitpunkt heute, 2015. Die künftigen Rentner bis 2080 seien nämlich alle bereits geboren. Die oft angeprangerten falschen AHV-Prognosen in der Vergangenheit seien im wesentlichen Fehler im Timing und nicht im Eintreffen der Probleme gewesen. Bundesrat Berset habe dies richtig erkannt. Versäumt habe er in der ersten Version seiner Reform, Automatismen einzubauen, welche die nicht politisch bestimmbaren Parameter an deren Bestimmungsfaktoren knüpfen: Eine Anpassung der flexiblen Spanne des Rentenalters an die Lebenserwartung, des Umwandlungssatzes an Zinsumfeld und demographische Parameter.

Quelle: Batz.ch – Das Forum für Schweizer Wirtschaftspolitik, 2. Februar 2015

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Kontraproduktives Schrauben an der BVG-Quote

Gewerkschaften wie Travail Suisse würden sich im Rahmen der Reform Altersvorsorge 2020 einer sachlichen Debatte, die auf brennende Themen wie Kapitalmarkt-Schwankungen, Risikokapital oder Auflagen für gefordertes Solvenz-Kapital eingeht, gar nicht stellen, schreibt Wirtschaftsredaktor Werner Enz in der «Neuen Zürcher Zeitung». In diesem Sinne stünden einer versicherungsmathematisch sauber formulierten Theorie – wie sie etwa Professor Hato Schmeiser in seinem Expertengutachten zur «Altersvorsorge 2020» zu Papier brachte – letztlich ideologisch begründete Forderungen «nach noch mehr» gegenüber.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 27. Januar 2015

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